Genfer Gelöbnis

(Weltärztebund 1948, modernisierter Eids des Hippokrates)

1. Als Mitglied des medizinischen Berufsstandes gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.

2. Die Gesundheit und das Wohlbefinden meines Patienten wird oberstes Gebot meines Handelns sein.

3. Ich werde die Autonomie und Würde meines Patienten respektieren.

4. Ich werde den größten Respekt für das menschliche Leben wahren.

5. Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Glaubensbekenntnis, ethnische Herkunft, Geschlecht, Nationalität, politische Zugehörigkeit, „Rasse“, sexuelle Orientierung, soziale Stellung oder andere Faktoren.

6. Ich werde die mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren.

7. Ich werde meinen Beruf gewissenhaft und würdevoll entsprechend guter medizinischer Praxis ausüben.

8. Ich werde die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes fördern.

9. Ich werde meinen Lehrern, Kollegen und Schülern den Respekt und die Dankbarkeit erweisen, die ihnen zusteht.

10. Ich werde mein medizinisches Wissen zum Wohle des Patienten und zur Förderung der Gesundheitsversorgung einsetzen.

11. Ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlbefinden und meine Fähigkeiten achten, um auf höchstem Niveau zu behandeln.

12. Ich werde, selbst unter Bedrohung, mein medizinisches Wissen nicht zur Verletzung von Menschenrechten und bürgerliche Freiheiten anwenden.

Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre.

(Aktualisiert auf der 68. Generalversammlung des Weltärztebundes in Chicago 2017. Dieses Gelöbnis ist Teil der Berufsordnung der deutschen Ärzte.)